Lektion 2: Besprecht eure Rommé-Varianten


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Lektion 2: Besprecht eure Rommé-Varianten

Welche Rommé-Varianten kennst du? Kurzes Blatt, Anmeldung mit 40 Punkten oder ganz ohne Anmeldung, zyklische Sequenzen, strenge Gruppen, Klopfen?

Nicht übel, wenn du alle diese Rommé-Begriffe kennst! Das Problem ist nur: Einigen deiner Mitspieler wird es anders gehen. Die Rommé-Variante, die du schon immer gespielt hast, ist nicht überall Standard oder vielleicht sogar eine Seltenheit.

Deshalb ist es wirklich wichtig, dass ihr vor Spielbeginn klärt, welche Regeln an eurem Tisch gelten. Ein schöner Abend unter Freunden soll schließlich nicht im Streit enden.

In dieser Lektion gehen wir deshalb auf die verschiedenen Arten von Rommé ein, auf die verschiedenen Sonderregeln, die im Rommé Palast zur Auswahl stehen, und auf einige beliebte Rommé-Varianten, die womöglich auch dir neu sind.


Was gilt im Rommé Palast?

Wenn du bei uns online Rommé spielst, wird allen Mitspielern zu Beginn des Tisches klar angezeigt, ob und welche Rommé-Sonderregeln gelten. So kommt es nicht zu Missverständnissen.

Unser Basis-Spiel beruht auf der Kombination von Rommé-Regeln, die im deutschsprachigen Raum am weitesten verbreitet ist. Das bedeutet 110 Karten – 6 davon Joker – und zwei bis vier Spieler. Dabei beginnt jeder die Runde mit 13 Handkarten.

Rommé-Variationen sind vielfältig: Sie können die verwendeten Karten betreffen, die Startbedingungen, Regeln beim Auslegen, Gewinnbedingungen und schließlich die sogar die Auswertung. Viele dieser Regeln kannst du bunt kombinieren, sodass zahlreiche spannende Spielmodi entstehen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen!

Deshalb kannst du im Palast aus einer Menge Sonderregeln wählen. Stelle dir entweder das Regelwerk zusammen, das du gewohnt bist, oder probiere neue Spielweisen aus.

Spiel mit Rommé-Sonderregeln im Rommé Palast

Im Spiel findest du den Menüpunkt Tisch erstellen, wo du mit einer Premium-Mitgliedschaft per Klick auswählen und kannst, welche Regeln diesmal an deinem Tisch gelten sollen.

Rommé-Menü: Sonderregeln
Bei diesem Tisch im Rommé Palast sind alle Sonderregeln ausgewählt, die sich kombinieren lassen. Du könntest auch die Regeln zur Anmeldung und zu den Jokern tauschen.

Selbstverständlich kannst du auch ohne Premium-Mitgliedschaft jederzeit an Tischen mit Sonderregeln spielen, indem du einfach beitrittst. Ob an einem Tisch im Palast Sonderregeln aktiv sind, erkennst du am roten Kartenfächer in der Tischliste. Wenn du ihn anklickst, wird dir angezeigt, welche Sonderregeln dort gelten. Trittst du dem Tisch bei, siehst vor Spielbeginn noch einmal die Tisch-Info. Während des Spielens kannst du diese auch jederzeit über die entsprechende Schaltfläche am Bildschirmrand aufrufen.

Tisch-Info in der Lobby im Rommé Palast
Durch den Klick auf den roten Kartenfächer siehst du so eine Anzeige, die unter anderem alle aktiven Sonderregeln auflistet.

Welche Rommé-Varianten gibt es im Rommé Palast?

Wir hangeln uns anhand des Spielverlaufs an den Rommé-Varianten entlang, die ihr als Sonderregeln im Palast findet. Noch vor dem eigentlichen Spielstart gibt es nämlich schon unterschiedliche Präferenzen!


Rommé-Varianten mit unterschiedlichen Karten

Nach unseren grundlegenden Rommé-Regeln spielt ihr mit zwei Decks französischer Spielkarten plus sechs Joker. Das heißt, die 13 Ränge (Zwei, Drei, Vier, Fünf, Sechs, Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König, Ass) gibt es in jeder der vier Farben (Kreuz, Pik, Herz, Karo) zweimal. Das sind 104 Karten – und mit den sechs Jokern ganze 110. Am Rundenbeginn werden unabhängig von der Spielerzahl immer 13 Karten an jeden Spieler geteilt. Doch durch Varianten kann sich all das ändern.


Rommé-Icon: kurzes Blatt

Kurzes Blatt

In dieser Rommé-Variante benutzt ihr nur die Hälfte der Karten – ein Deck französischer Rommé-Karten, also 52 Karten und drei Joker. Dadurch gibt es auch weniger Handkarten: Bei zwei Spielern sind es zehn, bei höheren Spielerzahlen sind es sieben Handkarten. Zusätzlich entfällt die Mindestpunktzahl für die Erstmeldung.


Rommé-Icon: ohne Joker

Ohne Joker

Alle Joker werden mit dieser Sonderregel aus dem Deck entfernt. Statt 110 Karten hat das Grundspiel also 104 Karten. Du kannst diese Regel auch mit kurzem Blatt kombinieren, wobei nur noch 52 Karten im Spiel bleiben.


Rommé-Varianten mit veränderter Anmeldung

Seid ihr euch über die verwendeten Karten einig, wird es noch einmal intensiv, denn an dem Wert der Anmeldung scheiden sich die Geister. Wenn ihr nicht sowieso mit kurzem Blatt spielt, könnt ihr im Palast die Schwelle für die erste Meldung entweder anheben oder ganz weglassen.


Rommé-Icon: Anmeldung mit 40

Anmeldung mit 40

Mit dieser Sonderregel wird die Schwelle für die Punkte der ersten Figur jedes Spielers in der Runde von 30 auf 40 Punkte angehoben.


Rommé-Icon: Ohne Anmeldung

Ohne Anmeldung

Mit dieser Sonderregel entfällt die Punktehürde für die erste ausgespielte Figur.


Auslegen, Anlegen, Ziehen

Bewegen wir uns mit den Rommé-Variationen nun aufs Spielfeld: Ohne Sonderregeln gilt bei uns für Gruppen, dass jede Farbe nur einmal vorhanden sein darf und sie mit vier Karten vollständig ist, sobald keine Joker mehr darin liegen. Die Reihenfolge der Karten in Gruppen ist beliebig.

Sequenzen bestehen aus maximal 13 Karten. Das Ass steht dabei immer entweder am Anfang (vor der Zwei) oder am Ende (nach dem König); es liegt nie zwischen anderen Karten.

Joker kannst du recht frei benutzen. Die einzige Einschränkung ist, dass Joker in jeglichen Figuren gegenüber den natürlichen Karten nicht überwiegen dürfen.

Neue Karten bekommst du immer nur, wenn du einen Joker ersetzen kannst oder am Zugbeginn eine Karte ziehst. Doch natürlich geht das auch alles ganz anders!


Rommé-Icon: zyklische Sequenzen

Zyklische Sequenzen

Mit dieser Sonderregel kann das Ass nun auch mitten in einer Sequenz liegen – zwischen König und Zwei. Sequenzen sind aber weiterhin auf maximal 13 Karten begrenzt.


Rommé-Icon: strenge Gruppen

Strenge Gruppen

Hier wird die Reihenfolge der Farben in Gruppen festgelegt: Kreuz, Pik, Herz, Karo muss eingehalten werden und zwar ohne Unterbrechung. Bei Jokern musst du hier besonders auf die Platzierung achten: Kreuz, Joker, Herz ist erlaubt, da in der Reihenfolge nur Pik fehlt, welches vom Joker ersetzt wird. Dagegen ist Joker, Kreuz, Pik nicht erlaubt, weil Kreuz die erste Farbe ist und davor keine Karte ersetzt werden kann.


Rommé-Icon: strenge Joker

Strenge Joker

In dieser Variante darfst du Joker weder abwerfen noch nebeneinanderlegen. Bevor du Joker aus einer Gruppe gegen Handkarten tauschen kannst, muss die Gruppe vollständig sein, also aus vier Karten bestehen. Getauschte Joker müssen außerdem im selben Zug wieder ausgespielt werden. Da wird es direkt etwas kniffliger!


Rommé-Icon: Klopfen

Klopfen

Mit dieser äußerst beliebten Regel kannst du dir noch mehr Karten für noch mehr Kombinationen verschaffen: Auch wenn du gerade nicht am Zug bist, kannst du die zuletzt abgeworfene Karte durch Klopfen erwerben. Bei Erhalt der Karte musst du als Kaufpreis eine weitere Karte vom Talon ziehen. Es gilt: Wer schneller ist, also klopft oder zieht, bekommt die Karte. Der regulär nächste Spieler kann danach wie gewohnt vom Talon oder Ablegestapel ziehen. Du kannst nicht für eine Karte klopfen, die du selbst abgelegt hast. Also lohnt sich diese Regel erst ab drei Spielern.


Rommé-Icon: Training

Training

Das ist der Klassiker zum Üben. Mit dieser Sonderregel hältst du alle Aspekte des Spielverlaufs an diesem Tisch aus der Liga raus. Das heißt, die Punkte, die du hier erspielst, gehen nicht in deine Liga ein, deine Wertung wird weder sinken noch steigen und auch eventuelle Chips werden in der Liga nicht beachtet. So kannst du ganz risikofrei Rommé lernen. Erfahrungspunkte sammelst du dabei natürlich weiterhin.


Varianten das Rundenendes

Nun sind wir am Runden-Ende angelangt. Hier müsst ihr euch einig sein, ob die letzte Karte beim Beenden auf dem Ablegestapel oder auf dem Spielfeld zu landen hat. Und am besten zählt ihr auch die übrigen Karten auf die gleiche Weise aus.


Rommé-Icon: Gewinnen ohne Ablegen

Gewinnen ohne Ablegen

Um zu gewinnen, musst du bei uns normalerweise die letzte Handkarte abwerfen. Doch mit dieser Sonderregel kannst du sie stattdessen auch in den Meldungen anlegen oder ausspielen.


Rommé-Icon: Kasino-Wertung

Kasino-Wertung

Wie die Auswertung in unserer Grundversion funktioniert, findest du an der passenden Stelle in unserer Übersicht zur Punktevergabe. Die Kasinowertung macht einiges anders:

  • Wie gewohnt erhalten die Gegner die Werte ihrer jeweils übrigen Handkarten als Minuspunkte berechnet.
  • Der Gewinner erhält nach wie vor Pluspunkte in Höhe des Gesamtwerts aller übrigen Handkarten der Runde.
  • Der Gewinner erhält zusätzlich Pluspunkte für die von ihm ausgespielten Karten.
  • Diese Zahl wird unter den Gegnern gleichmäßig als weitere Minuspunkte verteilt.

Die einzelnen Kartenwerte verändern sich ebenfalls: Joker zählen null Punkte, die Zahlenkarten von Zwei bis Neun fünf, die Zehn und die Hofkarten je zehn, das Ass 15 und die Pik-Dame zählt ganze 40 Punkte.

Welche Arten von Rommé gibt es noch?

Die bis hierhin beschriebenen Rommé-Varianten sind diejenigen, die du im Rommé Palast findest. Darüber hinaus gibt es auf der ganzen Welt unzählige Arten von Rommé, die einige Spieler dem klassischen Rommé vorziehen. Ein paar davon stellen wir dir jetzt kurz vor!


Gin Rommé

Dies ist die wohl bekannteste und meistgespielte Rommé-Variante. Sobald in dieser Zweispielervariante der Wert deiner ungemeldeten Handkarten unter zehn liegt, darfst du das Rundenende mittels Klopfens einläuten. Das ist also ganz anders als im klassischen Rommé, wo du deine letzte Handkarte abwerfen musst, um die Runde zu beenden.

Lies gern noch mehr über die Unterschiede zwischen Rommé und Gin Rommé oder probiere diese Variante einmal aus: spiele Gin Rommé online im Gin Rommé Palast!


Rommé 500

Diese Rommé-Variante ist nach ihrem Ziel benannt; 500 Punkte über mehrere Runden zu erreichen, um als Sieger hervorzugehen! Alternative Namen sind beispielsweise 500 Rum oder Rummy 500.

Hier unterscheidet sich die Punktevergabe: Wird ein Mitspieler seine letzte Karte los, endet wie üblich die Runde. Doch nun wird der Gesamtwert deiner übrigen Handkarten vom Gesamtwert deiner gemeldeten Karten abgezogen. Die Differenz wird dann mit deiner Gesamtpunktzahl verrechnet.

Die zweite wichtige Besonderheit betrifft den Ablegestapel. Du darfst hier eine beliebige Karte vom Ablagestapel wählen, nicht nur die oberste. Doch hier gibt es zwei Haken! Erstens: Du musst zusätzlich jede Karte über der gewählten Karte vom Ablagestapel nehmen. Und zweitens: Du musst die gewählte Karte sofort verwenden, entweder in einer neuen oder in einer bestehenden Meldung.


7 Card Rummy

Der Name bedeutet auf Deutsch Sieben-Karten-Rommé. Diese Art von Rommé wird mit einem einzelnen Kartendeck und, wie der Name schon sagt, mit sieben Karten pro Spieler gespielt. 7 Card Rummy gilt als eine der einfacheren Varianten und eignet sich als Einstieg für Anfänger, um ein Gefühl für das Spiel zu entwickeln, bevor es an kompliziertere Rommé-Varianten oder Hausregeln geht.

Wie im Gin Rommé ordnest du hier die Karten auf der Hand, wobei du in deinem Zug stets je eine Karte ziehst und ablegst. Du kannst die Runde jedoch erst beenden, wenn alle deine Karten gemeldet sind.


Indisches Rommé

Von den vielen Rommé-Varianten kommt das indische Rommé der klassischen Rommé-Version im Rommé Palast wahrscheinlich am nächsten. Der Unterschied zu den grundlegenden Rommé-Regeln liegt darin, dass du mindestens zwei Reihen, auch Sequenzen genannt, brauchst, um eine Runde zu gewinnen. Dabei darf eine dieser Reihen keinen Joker enthalten; eine sogenannte saubere Sequenz.


Pools Rummy

Pools Rummy ist eine beliebte Spielvariante, die die Punktevergabe etwas anders aufzieht: Während du im klassischen Rommé nach der höchsten Punktzahl strebst, geht es bei Pools Rummy darum, deine Punktzahl möglichst niedrig zu halten.

Gewinnst du eine Runde Pools Rummy, erhältst du 0 Punkte. Dagegen erhalten die übrigen Spieler Punkte in Höhe des Gesamtwerts ihrer jeweiligen Handkarten.

Erreichst oder überschreitest du eine vorher festgelegte Punktegrenze – normalerweise 61, 101 oder 201 – scheidest du aus der Partie aus. Schließlich gewinnt der letzte Überlebende! Das unvermeidliche Näherrücken der Punktgrenze macht Pools Rummy zu einer sehr spannenden und kompetitiven Rommé-Variante.


Angesichts der vielfältigen Rommé-Varianten, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben, wäre eine vollständige Liste aller Rommé-Spiele endlos und würde sich ständig aktualisieren! Deshalb belassen wir es an dieser Stelle bei der Zusammenfassung der im Rommé Palast verfügbaren Rommé-Sonderregeln sowie einiger der weltweit beliebtesten Versionen des Spiels.

Nun hast du die Wahl – wilde Regelkombinationen für das spannendste Spiel oder einfach deine gewohnten Einstellungen. Alle Möglichkeiten stehen dir offen! Also probiere es direkt aus und spiele Rommé online im Palast! Falls du vorher noch wissen möchtest, wie genau die Rommé-Regeln im Palast aussehen, klick dich einfach in unsere Rommé-Anleitung.